KLASSIK ist auf empirische Untermauerung angelegt, die intendierten Veränderungen bei älteren Menschen sollen auch nachweisbar sein. Deshalb wird mit Projekt- und Kontrollgruppen gearbeitet. Als Projektgruppe sind diejenigen älteren Menschen bezeichnet, die im Umgang mit kognitiven Strategien und deren Anwendung auf Informationskomplexe in ihrem Alltag geschult werden. Als Kontrollgruppe fungiert eine etwa gleich große Gruppe, die keine gezielte kognitive Förderung im Sinne des Projekts erfahren.
Das Projekt gliedert sich in drei Phasen:
In der Qualifizierungsphase (Oktober 2008 - Juli 2009) werden die beteiligten Kursleitenden mit den theoretischen Grundlagen und den Erhebungsinstrumenten vertraut gemacht, lernen Problemlösungsstrategien kennen und werden darin geschult, problemhaltige Aufgaben ins Kursgeschehen einzubauen sowie das Problemlöseverhalten ihrer Teilnehmenden zu beobachten.
In der Experimentalphase (September 2009 - April 2010) werden die erarbeiteteten Konzepte in längerfristigen, mindestens sechsmonatigen Bildungsveranstaltungen für die Zielgruppe älterer Menschen umgesetzt. Dabei wird die Entwicklung von Informationsverarbeitungskompetenz in den Projektgruppen und parallel in nichtinstruierten Kontrollgruppen empirisch erhoben.
In der Evaluationsphase (Mai 2010 - April 2011) werden die erhobenen Daten in der Projektgruppe, bestehend aus dem wissenschaftlichen Team und den Praktikern, sowie in Fachgesprächen mit externen Experten analysiert und die erprobten didaktischen Instrumente in weiteren Kursdurchläufen verfeinert bzw. modifiziert.
In der abschließenden Berichtsphase (Mai - August 2011) soll neben dem wissenschaftlichen Abschlussbericht ein Diagnose- und Beratungsintrument zur Förderung der Informationsverarbeitungsfähigkeit bei älteren Erwachsenen für die Weiterbildungspraxis entwickelt werden.