Der BUNDESAUSSCHUSS POLITISCHE BILDUNG (BAP) ist eine Arbeitsgemeinschaft, in der rund 30 selbstständige und eigenverantwortliche Träger außerschulischer politischer Bildung bundesweit kooperieren. Sein gemeinsames Selbstverständnis hat der Bundesausschuss in der Erklärung „Außerschulische Politische Bildung ist ein konstitutives Element demokratischer politischer Kultur“ vom November 1997 formuliert. Aufgaben und Tätigkeit des Bundesausschusses sind in der Satzung (Stand: Februar 2000) definiert.
Der Ausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorstand, der aus drei Personen besteht. Der Bundesausschuss tritt mindestens zweimal jährlich zu Mitgliederversammlungen zusammen und beschließt – außer in Verfahrensfragen – einstimmig. Er bildet Fachausschüsse oder Projektgruppen und erteilt Arbeitsaufträge an einzelne Organisationen oder Personen. Der Bundesausschuss beauftragt eine Mitgliedsorganisation mit der Wahrnehmung der Geschäftsführung.
Im BUNDESAUSSCHUSS POLITISCHE BILDUNG (vormals: Arbeitsausschuss) haben sich 1966 freie und andere bundesweit tätige Träger der außerschulischen politischen Bildung zusammengeschlossen. Zu den Trägern zählen auch die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) und die Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland (AKSB). An den Plenarversammlungen des Ausschusses nehmen neben den stimmberechtigten Mitgliedern auch Vertreter und Vertreterinnen der mit politischer Jugend- und Erwachsenenbildung befassten Bundesbehörden beratend teil.
Ziele
Veranstaltungen und Veröffentlichungen
Kontaktadresse und Geschäftsführung
Gemeinsames Ziel der unterschiedlich orientierten Organisationen im Bundesausschuss ist es,
Ausgangspunkt ist dabei die Erkenntnis, dass eine demokratische politische Kultur auf die Bereitschaft möglichst vieler angewiesen ist, sich an der Lösung gesellschaftlicher Probleme zu beteiligen.Voraussetzung dafür sind vielgestaltige Foren des gesellschaftlichen Dialogs,wie sie die außerschulische Bildung anbietet.
Der Bundesausschuss hat in seiner Grundsatzerklärung betont, dass die Förderung der politischen Bildung außerhalb der Schule eine unverzichtbare öffentliche Aufgabe ist. Daher muss die institutionelle Grundsicherung einer Vielfalt von Trägern erreicht werden, die auf längere Frist eine angemessene personelle Ausstattung sowie die für die Veranstaltungen und Innovationen notwendigen Finanzmittel gewährleistet.
Politische Bildung in Deutschland – ein bunt gemischter, lebendiger und herausfordernder Betrieb – geht über staatspolitische Unterweisung oder über den (im Stundenplan nicht gerade üppig vertretenen) Politikunterricht weit hinaus. Außerhalb der Schule existiert eine breite Bildungslandschaft, in der sich eine Menge tut: in Jugendverband oder Bildungsstätte, in Freizeitheim oder Zivildienstschule, in Gewerkschaft oder Kirche, in Volkshochschule oder Stadtteilinitiative, in parteilichen oder verbandlichen Gremien, in Stiftungen oder Betrieben, in Seminarveranstaltungen oder in offener Gruppenarbeit, oft in Verbindung mit beruflich-betrieblicher Weiterbildung oder Interessenvertretung und zunehmend auch in Kooperation mit der schulischen Bildung.
Immer geht es darum, die sozialen, reflexiven und kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, die für Konfliktaustragung, Konsensbildung und gemeinsames Handeln unerlässlich sind. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollen ihre eigenen Interessen im Horizont gesellschaftlicher Verantwortung wahrnehmen. Hierbei stehen nicht staatliche Rahmenrichtlinien im Vordergrund, sondern die verschiedenen zivilgesellschaftlichen Strömungen, die in der politischen Kultur und demokratischen Willensbildung eine Rolle spielen. Politische Bildung will dafür die Beteiligungschancen offen und den Dialog wach halten.
Veranstaltungen:
Der BUNDESAUSSCHUSS POLITISCHE BILDUNG (BAP) bietet, vornehmlich für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seiner Mitgliedsinstitutionen, Fortbildungsveranstaltungen an. Diese werden gemeinsam geplant und vorbereitet, wobei die konkrete Durchführung an einzelne Bildungseinrichtungen delegiert wird.
Veröffentlichungen:
Der Bundesausschuss gibt die Zeitschrift Praxis Politische Bildung (PPB) heraus, die sich als Forum für die außerschulische politische Bildung versteht. Die Vierteljahreszeitschrift erscheint im Juventa-Verlag.
Der Bundesausschuss hat 1997 eine Grundsatzerklärung „Außerschulische Politische Bildung ist ein konstitutives Element demokratischer politischer Kultur“ vorgelegt. Die Erklärung ist in PPB 2/98 abgedruckt,
Über die Tätigkeit des Bundesausschusses informiert eine Selbstdarstellung, die im Loseblattwerk „Grundlagen der Weiterbildung“ (Luchterhand Verlag) erschienen ist.
Der Bundesausschuss, seine Mitglieder oder von ihm Beauftragte haben an verschiedenen Publikationen mitgewirkt, die sich mit pädagogischen, organisatorischen oder bildungspolitischen Fragen der außerschulischen Arbeit auseinandersetzen. Der BAP hat darüber hinaus Arbeitshilfen zum Marketing oder zur Förderung der politischen Bildung in Europa herausgegeben.
Bundesausschuss Politische Bildung
c/o Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB)
Mühlendamm 3
10178 Berlin
Tel.: 030 40040100
Fax: 030 400401122
E-Mail:
geschaeftsstelle@adbildungsstaetten.de
Internet:
www.bap-politischeBildung.de