Projekthintergrund

Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit

Der demographische Wandel unserer Gesellschaft hat vielfältige Auswirkungen und beeinflusst auch die Lernkultur zwischen den Generationen. Traditionelle intergenerationelle Lernprozesse, insbesondere in Familien, werden immer weniger selbstverständlich. Altersübergreifende Kontakte und Lernprozesse sind jedoch nicht nur für den einzelnen lebenswichtig, sie sind auch für die Weiterentwicklung einer solidarischen, lebensfreundlichen Gesellschaft unverzichtbar.
Dieser Aufgabe sieht sich auch die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) (2005 bis 2014) verpflichtet, bei der es gerade auch um die Gerechtigkeit zwischen den Generationen geht. Im Sinne einer umfassenden Generationensolidarität gilt es demnach, gemeinsam mit alten und jungen Menschen und unterstützt durch intergenerationelle Lernprozesse neue Wege zu beschreiben, die „die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigen, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“ (Weltkommission für Umwelt und Entwicklung 1987).
Zentrales Element des Projektes „Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit“ ist eine 18-monatige Fortbildung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Erwachsenenbildung.
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte und von der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) getragene Projekt verbindet die beiden innovativen Felder „Intergenerationelles Lernen“ und „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Diese werden im Sinne einer „Intergenerationellen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ zusammengeführt und weiterentwickelt.

Inhaltliche Schwerpunkte des Projekts sind:

  • Didaktische methodische Erschließung von Lernangeboten und -anregungen im Kontext einer intergenerationellen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung durch Qualifizierung von ReferentInnen der Erwachsenenbildung
  • Öffnung der Bildungsinstitutionen im Hinblick auf eine intergenerationelle Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und Konsequenzen für die Gestaltung von Lernumgebungen
  • Veränderung der Programmentwicklung von Erwachsenenbildungseinrichtungen unter den Aspekten einer intergenerationellen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Leitende Fragen sind dabei:

  • Wie können junge und alte Menschen in einen fruchtbaren Dialog treten zum Abbau von Spannungen und zur Überwindung von Abgrenzungen und Vorurteilen?
  • Wie lassen sich Menschen im dritten Lebensalter in diesen Dialog einbeziehen?
  • Welche Nachhaltigkeitsthemen sind dabei von generationsübergreifendem Interesse?
  • Wie sehen Wege der praktischen Bildungsarbeit aus, die Solidarität der Generationen und Generationengerechtigkeit langfristig und nachhaltig unterstützen?
  • Wie lassen sich durch eine intergenerationelle Bildung für eine nachhaltige Entwicklung motivierte Engagementformen weiter entwickeln und fördern?

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